Am 13.Januar dieses Jahres hat ein neuer CASE WX210 in der Industrieversion auf dem Holzplatz der Pfleiderer Industrie GmbH in Gütersloh seinen Dienst angetreten und löst damit einen betagten aber noch durchaus rüstigen Kollegen vom Typ 1188 ab, der bereits seit 1996 ohne nennenswerte Unterbrechungen im Einsatz ist. Der CASE 1188 hat es in über 11 Jahren Dauereinsatz im Schichtbetrieb auf insgesamt 35.700 Betriebsstunden gebracht und zeigte dabei hervorragende Nehmerqualitäten. Die außergewöhnliche Zuverlässigkeit des 1188 und die guten Erfahrungen im Handling waren dann auch der Grund, dass man sich bei der Erneuerung des Geräteparks in Gütersloh wieder für eine Industriemaschine von CASE entschied.

Die Pfleiderer Industrie GmbH in Gütersloh
gehört zur international tätigen Pfleiderer AG,
die weltweit zu den drei führenden Produzenten
von Holzwerkstoffen, Oberflächenveredelungen und
Laminatfußböden zählt und in Nordamerika, West-
und Osteuropa über 6000 Mitarbeiter an 22
Standorten beschäftigt. Im Werk 2 in Gütersloh
werden jährlich rund 543.000 m³ Rohspanplatten
gefertigt.
Die Erwartungshaltung bei der
Auslieferung des neuen Umschlaggerätes vom Typ
WX210 durch die Firma Schrooten Baumaschinen aus
Bad Salzuflen war angesichts der Laufleistung
seines Vorgängers entsprechend hoch. Wie Herbert
Doppmeier, ein Verantwortlicher des Holzplatzes
berichtet, ist man bei Pfleiderer mit dem
Einstand des neuen Gerätes aber sehr zufrieden.
Seit der Inbetriebnahme läuft die Maschine
zuverlässig 6 Tage in der Woche im
Zweischicht-Betrieb und versorgt den Vorbrecher
der Holzmühle kontinuierlich mit Alt-Paletten,
Kappholz und Holzresten. Dabei kommt die
Maschine auf eine durchschnittliche Ladeleistung
von rund 700 Tonnen Trockenmaterial, was in etwa
3.500 - 4.000 m3 Material entspricht.
Obwohl die Reichhöhe der
neuen Maschine mit 13 m rund 2 m geringer
ausfällt als bei ihrem Vorgänger, sieht Herbert
Doppmeier hier keinerlei Einbußen in der
Funktionalität. Mit der hydraulisch stufenlos
auf eine maximale Höhe von 5,60 m hochfahrbaren
Kabine lässt sich der Aufgabetrichter des
Vorbrechers mühelos und noch besser als beim
Vorgängermodell einsehen. Dabei erleichtert der
gekröpfte Industrie-Stiel mit immerhin 5,20 m
Länge ein problemloses und punktgenaues
Positionieren des Schalengreifers. Mit der etwas
kürzeren Ausrüstung ist dabei die zügige
Bewegung auf dem Holzplatz erheblich leichter.
Maschinenführer Hans
Blotschinski sieht vor allem eine deutliche
Arbeitserleichterung durch die hydraulisch
hochfahrbare Kabine, da der Vorbrecher und die
Zerkleinerungsanlage während des Arbeitsablaufes
immer wieder einmal inspiziert und der
Metallabscheider bei Verunreinigungen nach einer
visuellen Kontrolle manuell freigeschaltet
werden muss.
Bei der starren Kabinenerhöhung des
1188 bedeutete das regelmäßige Kletterpartien,
während nun ein kurzes Absenken der Kabine
reicht, um wieder Ausstiegshöhe zu erreichen.
"Das ist wie Fahrstuhl fahren" meint Hans Blotschinski dazu, sichtlich zufrieden mit dem
Komfort der größeren, topp ausgestatten Kabine.
Bei der Wahl des Unterwagens ging man bei der
erwarteten Dauerbelastung ganz auf 'Nummer
Sicher' und entschied sich für eine 2,75 m
breite Industrieversion mit Vierfach-Abstützung,
wie sie auch beim leistungsstärkeren WX240
verbaut wird. Mit einem schwereren Kontergewicht
wurde das Einsatzgewicht des WX210 auf runde 26
Tonnen erhöht. Damit ist auch bei schnellen
Arbeitsspielen ein absolut sicherer Stand
gewährleistet.
Durch den längeren Unterwagen und die tiefere Lage des Schwerpunktes wird dabei auch beim schnellen Vor- und Zurückbewegen der Ausrüstung jedes Aufschaukeln der Maschine vermieden. Zu den erheblich weicheren und präziseren Arbeitsbewegungen trägt natürlich auch das intelligente Regel- und Steuersystem der drei Hydraulikpumpen bei, das stets konstante Leistung bei 100%iger Auslastung der Motorleistung garantiert und eine Überlastung der Komponenten zuverlässig verhindert.

Insgesamt ist der neue WX210 also bestens ausgerüstet, den Ausdauer-Rekord seines Vorgängers zu schlagen. Da sich Herbert Doppmeier aber nur schwer von dem immer noch rüstigen Vorgänger trennen kann und sich daher entschlossen hat, den 1188 mit einem Holzgreifer auszurüsten um ihn als Reservemaschine für Ladearbeiten vorzuhalten, wird das Rennen wohl noch eine Weile offen bleiben.
